Artikel Zürichseezeitung vom 13. Dezember 2008

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Maria Zachariadis. 

Zitate:

"mit ins blaue lieben" gelingt es der Stäfnerin Silvia Gillardon, ihre lyrischen Texte zu Bildern werden zu lassen."

…"mit  unerwarteten Wendungen immer wieder aufs neue verblüfft"   

"Vordergündig geht es immer um die Liebe, die mal leicht und leidenschaftlich, dann aber frech, frivol und auch betörend sinnlich daherkommt. Darin versteht sie sich meisterhaft, weil das unerschöpflche Thema Liebe lyrisch verarbeitet kein Verfallsdatum kennt."

 

Pressestimmen und Rezensionen:   (zum Abdruck freigegeben)

Ins Blaue lieben heisst der neueste Lyrikband der Schweizer Autorin Silvia Gillardon. Ein malerischer, schwereloser
Titel. Und tatsächlich lieben ein paar der Protagonisten trotz Enttäuschungen ein ganzes Leben lang aufs Neue drauflos, unbeirrt, hoffnungsvoll und ab und zu einfach nur blind oder naiv. Aber nicht alle ihrer Figuren lässt Gillardon einfach
nur sehnsüchtig davonschweben. Ironisch, sinnlich, frech, heiter und oft auch nachdenklich beschreibt sie die konfliktreichen Begegnungen zwischen dem Du und dem Ich, den Scheinwerferinnen, Trostliebchen, Seitenspringern, besseren Hälften und Traummännern. Bei einigen der auf den ersten Blick so locker und elegant hingeworfenen Aphorismen wie "ich würde ja schon, wenn ich könnte, wie du möchtest" oder "ein Traummann ist ein Mann, der träumt" bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Und hat man sich im eigentlichen Lyrikteil eingelassen in den verführerischen Rhythmus und die vordergründig schlichte Handlung, bringen einem verblüffende Wendungen immer wieder aus der Ruhe und auf neue, ungewöhnliche Gedanken. Und schlussendlich hofft man nur noch, dass "für das Paar in Eile das Happy End nicht schon im ersten Akt stattfindet" und  möchte der Autorin zurückschreiben: "Ach führ mich noch mal in Versuchung, ich möchte so gern widerstehn."

Erstaunlich, in welch bildhafter und prägnanter Form sich Leben und Lieben, Lachen und Weinen
in Worte fassen lassen!  

Helga Wienroeder, Journalistin, Küsnacht

 

 

Endlich einmal Lyrik zum Anfassen.

frech, frivol, leidenschaftlich, ironisch, weise und sinnlich. Gillardons vierter Lyrikband kommt weder unverstanden jammernd noch abgehoben elfenbeinturmig daher. Und wieder versteht es die Autorin meisterhaft, mit unerwarteten Wendungen zu verblüffen. Als Geschenk ohne Verfallsdatum eignet sich das illustrierte Buch für all die Unbelehrbaren, die sich zum unerschöpflichen Thema Liebe noch erstaunen, verwirren und erhellen lassen. Und während man bei den prägnanten, kühnen Aphorismen über die Unvereinbarkeit von Mars und Venus ins Grübeln gerät, lässt man sich bei den romantischeren, melodiöseren Lyrikpassagen noch so gerne dazu verführen, ins Blaue zu lieben. Und hofft doch noch auf Verständigung zwischen Mann und Frau. Ein Traummann bleibt zwar "ein Mann, der träumt", aber das gute Gespräch beginnt glücklicherweise immer noch "mit dem ersten Satz der nicht mehr gleichen Meinung". Wunderbar!

(Leserrezension bei www.bod.de)

 

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